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13. September: Kein „Fest der Völker“ - nirgends!

Nur Unerwachsene, Rückgratlose und Dummköpfe sind stolz darauf einer Nation anzugehören. Wer selbst gehen kann, braucht kein Vaterland.

Genau jene Rückgratlosen - tausende Neofaschist_innen, führende Vertreter rechtsextremer Organisationen sowie Rechtsrockbands, die aus dem Blood-and-Honour Netzwerk stammen - wollen sich erneut zum „Fest der Völker“ versammeln. Bereits zum vierten Mal meldet die NPD das europaweite Großereignis an. Anders als in den Jahren zuvor versuchen die Nazis nicht mehr in Jena mit dieser Veranstaltung Fuß zu fassen; sie weichen aus in die Provinz: In Altenburg rechnen sie nicht mit entschlossener Gegenwehr.

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3. September: Innenstadt- Blockade-Training E-mail
Wednesday, 27 August 2008 21:11

Damit uns deutlicher Widerstand gegen das "Fest der Völker" in Altenburg gelingt, bereiten wir uns gemeinsam vor. Am 3.9. wollen wir trainieren, uns durch die Stadt zu bewegen, zügig Seitenstrassen zu benutzen und deeskalativ mit spontanen Hindernissen umzugehen.

Mittwoch, 3. September, 17.00 Uhr

Campus der Universität, Ernst-Abbe-Platz

Flyer

 
Mehr als 17.500 rechtsextreme Straftaten im Jahr 2007 (NPD-Blog.info vom 22.08.08) E-mail
Friday, 22 August 2008 18:17
Im vergangenen Jahr wurden im Bereich der rechten politisch motivierten Kriminalität bundesweit 17.607 Straftaten registriert. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/10127) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16/10059) mit. Wie es heißt, wurden im Bereich “Politisch motivierte Kriminalität - rechts” 7.942 Straftaten als aufgeklärt gemeldet. Dies entspreche einer Aufklärungsquote von 45,1 Prozent. Im Themenfeld der so genannten Hasskriminalität wurden nach Auskunft der Bundesregierung 4.295 Straftaten registriert, von denen 2.370 aufgeklärt werden konnten. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich betrage damit 45,1 Prozent. Nach Angaben der Bundesregierung wurden insgesamt 12.324 Tatverdächtige ermittelt, von denen 6.190 als Einzeltäter gelten.

Leider liegt die Drucksache im Internet noch nicht vor, so dass über die Zahl der Verletzten vorerst keine anschließenden Informationen vorliegen. Denn bei der Zusammenfassung der Bundestagsmeldungen wurden die Opfer nicht genannt…
 
Musik auf Demo gespielt -> 750€ Geldstrafe E-mail
Wednesday, 20 August 2008 22:37

Vor kurzem haben wir ausführlich über die zunehmende Repression gegen Demonstranten und (vermeintliche) Versammlungsleiter in Jena berichtet (hier). In Stuttgart wird inzwischen sogar das Abspielen von Musik strafrechtlich verfolgt! Lest den Bericht der Roten Hilfe.

Prozess gegen den Anmelder der revolutionären 1. Mai Demonstration 2007 in Stuttgart

Am Montag, den 21. Juli fand vor dem Amtsgericht in Stuttgart die Verhandlung gegen den Anmelder der revolutionären 1. Mai-Demonstration im vergangenen Jahr in Stuttgart statt. Es ging dabei um den Widerspruch gegen einen Strafbefehl in Höhe von 900,- € wegen eines angeblichen Verstoßes gegen das Versammlungsrecht. Konkret wurde ihm vorgeworfen, nicht ausreichend dafür gesorgt zu haben, dass während der Demonstration keine Musik vom Lautsprecherwagen aus gespielt wird und dass die Demonstration die kurzzeitige Blockade einer Kreuzung unterlässt. Die Kreuzung wurde aufgrund des massiven und provokanten Polizeiaufgebots kurzzeitig blockiert, um ein Ende der Polizeischikanen zu erreichen.

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Video: Gegen das FdV in Altenburg E-mail
Tuesday, 19 August 2008 03:34
 
Ausgefallene Feiern für Hitler-Stellvertreter (redok.de vom 16.08.08) E-mail
Sunday, 17 August 2008 20:57

Wunsiedel/Warmensteinach. Komplett ausgefallen sind am heutigen Samstag alle angekündigten Neonazi-Veranstaltungen zu Ehren des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß. In Wunsiedel fand zum vierten Mal ein "Tag der Demokratie" mit etwa 400 Teilnehmern statt, in Warmensteinach demonstrierten über 2.000 Menschen gegen den befürchteten Ankauf eines Gasthofs durch den NPD-Funktionär Jürgen Rieger.

weiterlesen auf redok.de

 
"Europa der Vaterländer“ vs. "Vaterland Europa" ? E-mail
Saturday, 16 August 2008 15:07
Die populistische und extreme Rechte Europa schaut über den nationalen Tellerrand. In diesem Jahr plant die NPD für den 13. September das europaweite Nazitreffen „Fest der Völker“ in Altenburg. Trotz massiver Blockaden nahmen 2007 in Jena rund 1500 Faschist_Innen an der Veranstaltung für ein „Europa der Vaterländer“ teil. In Köln läd die selbsternannte Bürgerbewegung ”pro Köln” eine Woche später zum „Anti-Islamisierungs-Kongress“ ein und erwartet ebenfalls über tausend Teilnehmende. Auch hier ruft ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher und antifaschistischer Gruppen zu Massenblockaden auf, um das Treffen der Rassist_Innen zu verhindern.

In einer gemeinsamen Veranstaltung der Jugend- Aktions- und Projektwerkstatt Jena (JAPS) und des antifaschistischen Koordinationskreises Köln & Umland (AKKU) wollen wir die Hintergründe internationaler Naziveranstaltungen beleuchten. Wir werden außerdem einen Überblick über die Gegenaktivitäten vermitteln. Anschließend möchten wir gemeinsam mit euch diskutieren.

Zum "Fest der Völker" fahren Busse aus Jena nach Altenburg. Auch zu den Massenblockaden am 20. September wird es einen Bus aus Thüringen geben. Reservierungen für beide Veranstaltungen erhaltet ihr bei den Infoveranstaltungen in Erfurt und Jena sowie im Infocafe Jena.

Erfurt - Dienstag, 19. August, 20 Uhr im Filler (Schillerstraße 44)
Jena - Mittwoch, 20. August, 20 Uhr Infocafè (Schillergäßchen 5)
 
Politik ist weder Bürde, noch Privileg E-mail
Friday, 15 August 2008 18:06

Das Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus hat eine Antwort von Peter Bescherer auf den Text "Ziviler Ungehorsam gegen rechtsextreme Aufmärsche" (PDF) veröffentlicht.

Politische Handlungsfähigkeit und ziviler Ungehorsam gegen Nazis - ein Widerspruch?

Mit einem von Peter Zimmermann verfassten »Diskussionstext zu Zivilem Ungehorsam gegen rechtsextreme Aufmärsche« will das Aktionsnetzwerk die Debatte über Hintergrund und Perspektive dieser Aktionsform vorantreiben. Ich möchte diese Anregung aufgreifen und einige Einwände und Nachfragen formulieren. Dabei wird es mir v.a. um den Politik-Begriff Zimmermanns gehen und um die Tragweite des Problems Nazi-Aufmärsche.

Was der Text zum Problem erhebt – die »Verfassungsfeindlichkeit der Rechtsextremisten« – sollte m.E. nicht Maßstab für das Aktionsnetzwerks sein. Denn es gibt neben rechtextremen Kameradschaften, Parteien und Schlägertrupps einen institutionellen wie alltäglichen Rassismus, der von einer Strategie ›ausgleichender Rechtsstaatlichkeit‹ im Fall nicht verbotener Nazi-Selbstdarstellungen gar nicht berührt wird. Nun muss man die Formen des Rassismus nicht gegeneinander ausspielen, nur suggeriert die Annahme einer ab und zu nach rechts ausschlagenden Demokratie eine ›Normalität ohne Nazi-Aufmärsche‹, die den Erfahrungen der  von Rassismus Betroffenen Hohn spricht. Die Perspektive eines zivilen Ungehorsams, der die polizeiliche Einhegung rechtsextremer Aktivitäten fordert, endet denn auch im »alternativen Verfassungsschutz«, wie der Autor konsequent formuliert.

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Heß-Feier im Landgasthof - Demo in ABG E-mail
Wednesday, 13 August 2008 21:42

Warmensteinach. Die von Neonazis geplante Ehrenfeier für den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß soll am kommenden Samstag in einem Landgasthof im Kreis Bayreuth stattfinden. Die Veranstalter haben sich offenbar auf das Verbot der Demonstration in Wunsiedel eingerichtet und als Ersatz ein als "private Veranstaltung" deklariertes Treffen organisiert.

weiterlesen bei redok.de

 

Außerdem hat der Kameradschaftsführer Thomas Gerlach, einer der Organisatoren des "Festes der Völker", eine Demo in Altenburg angekündigt. Sie soll am Sonntag um 14.00 Uhr auf dem Marktplatz beginnen. Der bekannteste Redner soll der Thüringer NPD-Führer Frank Schwerdt sein. 

 
Sonderseite online E-mail
Wednesday, 13 August 2008 04:02

Die Antifa-Sonderseite gegen das "Fest der Völker" am 13. September in Altenburg ist online. Unter jena.antifa.net/fdv findet ihr alle Infos zu den Gegenaktionen. Bitte verlinkt die Page auch auf euren Seiten!

 Helft auch beim Verteilen von Plakaten und Flugblättern. Ihr könnt das Mobimaterial im Infocafè abholen.  Jeden Montag und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr im Infoladen (Schillergäßchen 5, über Cafe Grünowski).

 
Verklagt Madley-Liebau jetzt den VS? E-mail
Tuesday, 12 August 2008 21:21

Neulich hat "Ich-bin-überhaupt-kein-Nazi"-Liebau, der Inhaber des Madley, im Amtsgericht angekündigt, von nun an alle zu verklagen, die ihn beim Namen nennen (siehe hier). Nach diesem Stern-Artikel hier, müßte auch der Thüringer Verfassungsschutz bald eine Klage von ihm erhalten. Viel Feind, viel Ehr ;-)

Läden für Rechtsextreme: "Das sind Speerspitzen der Szene" (stern.de vom 12.08.08)

Ist es ein Problem, wenn sich Läden auf Produkte spezialisieren, die vor allem rechtsextreme Kunden gerne kaufen. Sehr wohl, findet der Verfassungsschutz in Thüringen. Experten warnen davor, dass Rechtsextreme über die Läden hoffähig werden könnten.

Sie nennen sich "Madley", "Youngland" oder "TopFuel Store". Hinter den modern klingenden Namen verbergen sich Läden, die für Anhänger der rechten Szene zu Anlaufpunkten geworden sind. Mit spezieller Kleidung, CDs und Büchern locken die Besitzer Kunden und etablieren die Geschäfte als Treffpunkte. In Thüringen gibt es zwar weniger als zehn solcher Läden, doch ihre Beständigkeit halten Verfassungsschützer für alarmierend. 2009 könnten sie auch als Geldgeber für den Landtagswahlkampf der Rechten eine Bedeutung haben, befürchten Rechtsextremismus-Experten.

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