
| Mahnwache vor dem "Braunen Haus" am 30. Januar |
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| Thursday, 17 January 2008 17:23 | |
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Anlässlich des 75. Jahrestages des Beginns der Nazidiktatur am 30. Januar finden in Jena zwei Veranstaltungen statt. Am 30. Januar ab 17.00 Uhr hält die Lobedaer Initiative für Zivilcourage eine Mahnwache neben dem "Braunen Haus" in der Jenaischen Strasse ab. Zwei Tage später soll ein Mahngang des Aktionsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in umgekehrter Richtung den Weg des Fackelmarsches entlang führen, mit dem die Nazis 1933 ihren Sieg gefeiert haben. Der Mahngang beginnt um 16 Uhr auf dem Markt. Beteiligt euch an diesen Veranstaltungen und stellt euch auf Naziprovokationen vor dem "Braunen Haus", wie es sie schon am 9. November gegeben hat, vor. Wir dokumentieren den Aufruf der Lobedaer Initiative für Zivilcourage: 30. Januar 2008 – 75. Jahrestag der Machtübergabe an die NSDAP die systematische Entrechtung, Verfolgung und Ermordung der Juden Die Verantwortung für die Machtübergabe 1933 haben viele zu übernehmen, denn Hitler ist nicht durch freie Wahlen an die Herrschaft gekommen: Die Stimmenanteile der NSDAP waren bei den letzten freien Reichstagswahlen im November 1932 bereits rückläufig und deutlich unter 50 Prozent. Wären sich alle anderen politischen Parteien und Bewegungen einig gewesen, hätten sie die Nazi-Diktatur verhindern können. Sie waren es nicht, sondern überzogen sich stattdessen gegenseitig mit politischen Vorwürfen, die uns auch heute wieder begegnen: „Die wahre Gefahr drohe nicht von den Nazis, sondern gleichermaßen von den Linken bzw. den Kommunisten“. Auch in Jena hatte die NSDAP bei den Reichstagswahlen im November 1932 „nur“ noch 24 Prozent der Stimmen erhalten gegenüber 31,5 im Juli 1932. Trotzdem wurde auch hier die Machtübergabe begeistert bejubelt. Widerständler wurden bzw. blieben isoliert. Für uns muss dies am 30. Januar 2008 Anlass sein, Lehren aus der Geschichte zu ziehen! |