
| Nazis in Aktion |
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| Tuesday, 29 January 2008 19:58 |
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Seit dem Übergriff auf die Naziführer Wohlleben und Kapke am vergangenen Mittwoch häufen sich die Aktivitäten der Faschos in Jena. Zu einer antifaschistischen Veranstaltung erschienen sie, trotz großmäuliger Ankündigung, jedoch nicht. Am Donnerstag Abend (24.01.) zogen bei Nieselregen gegen 21 Uhr etwa 20 Nazis durch die menschleeren Straßen der Plattenbausiedlung Winzerla. Dabei skandierten die Faschisten Parolen wie "Hier marschiert der nationale Widerstand". Die anwesende Polizei schweigt zu dem nächtlichen Aufmarsch. Vermutlich in der selben Nacht kam es an einer Baustelle in der Innenstadt zu mindestens einer antisemitischen Schmiererei. In der Nacht von Freitag zu Samstag wurden die rechten "Sprayer" mehrmals aktiv: am Jenaer Stadion wurden Hakenkreuze gesprüht, an einer Brücke über der Stadtautobahn "Fuck Israel". Zwei einschreitende Passanten wurden von den Nazis mit Pfefferspray angegriffen und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zwei der vier Täter konnten auf der Flucht ins "Braune Haus" in Altlobeda von der Polizei gestellt werden. Gegen die 18- und 19jährigen wurde Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung erstattet. Die Polizei verschweigt den politischen Charakter der Aktionen: in ihren Darstellungen ist von "Sprayern" die Rede. Somit werden die Taten, wie so viele andere, nicht in den Statistiken rechtsextremer Straftaten erscheinen. Dass die Täter aus der Naziclique der JN Jena stammen ist auf Grund des Tathergangs sowie des jungen Alters der Täter offensichtlich. Der Fluchtweg in die Jenaische Str. 25 zeigt einmal mehr, dass sich hier die Keimzelle des Naziterros in Jena befindet.
Ihr Versprechen, bei einer Informationsveranstaltung zum Naziaufmarsch am 16. Februar in Dresden in der Jenaer Uni aufzutauchen hielten die Nazis nicht. Obwohl sie öffentlich nachdrücklich garantierten: /"//Wir werden jedenfalls dort sein und die Diffamierung von Frauen, Kindern und Greisen, kurzum Unschuldigen, nicht unwidersprochen lassen."/ Die Abwesendheit der Faschos war nicht nur für die mit zwei Sixpacks anwesende Polizei eine Enttäuschung. Nun, wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg eben... |