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Fast-Totschlag durch Ex-Jenaer Nazi - Update E-mail
Wednesday, 30 July 2008 00:58

Kevin Schnippkoweit vor dem

Nach dem heimtückischen Überfall Kevin Schnippkoweits auf ein Jugendcamp der Linkspartei überschlugen sich die Ereignisse: Schnippkoweit sitzt in Untersuchungshaft und erwartet ein Strafverfahren wegen versuchtem Mord. Er hatte einer 13jährige schlafende Camperin durch Schläge auf den Kopf mit einem Spaten lebensbedrohliche Verletzungen zugefügt. Als Grund dafür führt er selbst eine neonazistische Gesinnung an (Indybericht).

"Deutscher - Du bist im Krieg!" - mit diesen und anderen hasserfüllten Hetzvideos hatte Schnippkoweit zunächst bei dem extrem rechten Videoprojekt "Volksfront Medien" (siehe Artthur) und, nach seinem Umzug aus dem hessischen Butzbach nach Jena, unter dem Titel "Media Pro Patria" gemeinsam mit Philipp John (Wetterau), Patrick Wiedorn (Arnstadt; Siehe Artthur) und auch Jenaer Jungnazis wie Rico Lüdemann Hetzfilme für das Internet erstellt, die teilweise in Jena aufgenommen wurden.

Nach der Festnahme durchsuchte die hessische Polizei dreizehn Wohnungen von Neonazis und beschlagnahmten Propagandamaterial und Waffen. Die rechte Szene reagierte zwiespältig auf die Ereginisse: Einige bejubelt Schnippkoweit als Märtyrer und bezeichnen sein lebensbedrohlich verletztes Opfer als "Kollateralschaden in den Auseinandersetzungen zwischen Rechts und Links". Für andere ist er ein "Kinderschänder", der die Todesstrafe verdient hat.

Der Stern veröffentlichte jetzt ein Portrait des 19jährigen Faschisten.

Schnippkoweit wurde vermutlich bereits in seiner kurzen Zeit in Jena gewalttätig: im Januar wurden zwei Personen mit Pfefferspray von Nazis angegriffen, die daraufhin zum "Braunen Haus" in Altlobeda flüchteten. Bei den Tätern handelte es sich Hinweisen zufolge um den damals noch 18jährigen und John (Bericht). Beide wohnten damals für kurze Zeit im "Braunen Haus" in Altlobeda. Später bezog Schnippkoweit eine Wohngemeinschaft mit der Schwester des JN-Landesvorsitzenden Christian Kaiser in Lobeda West. Die Clique der Angreifer, die das linke Sommercamp vergangene Woche stürmten und deren Wohnungen daraufhin durchsucht wurden, gehören zu den Freunden und regelmässigen Gästen der Jenaer Nazis.
Ein Bericht von Recherche Nord zeigt Kevin Schnippkoweit gemeinsam mit dem Jenaer Nazichef Ralf Wohlleben (linkes Bild) beim "Thüringentag der nationalen Jugend" am 17.05.08.


Der Fast-Mörder wird auch Arm-in-Arm mit Wohlleben's Ziehkind Nico Schneider (links mit T-Shirt) gezeigt.


Das Mord für die Neonazis legitim ist zeigen auch jünste Ereignisse in Brandenburg: Zwei junge Nazis haben in Templin den Obdachlosen Bernd K. ermordet. Nach dem sie ihm durch Tritte zahlreiche Schädelbrüchte zufügten, versuchten die 18 und 21jährigen Täter ihr Opfer anzuzünden. Bernd K. war das 138. Mensch, der in Deutschland seit 1990 von Nazis ermordet wurde. (Bericht)

 

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