
| Madley - Naziladen! |
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| Thursday, 31 July 2008 22:03 |
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Als Nazi älter zu werden, ist nicht leicht. Irgendwann sehnt man sich nach etwas mehr Ruhe und sozialer Sicherheit. Was liegt da näher, als aus der Politik ein Geschäft zu machen? Torsten Heise, der Rechtsrockdealer, und Jürgen Rieger, der "Immobilienmakler", zeigen den Weg. Aber der Markt ist eng, und genug Grips für grössere Geschäfte hat auch nicht jeder. Aber so eine kleine Thor-Steinar-Boutique, das ist genau das richtige für einen kleinen Mann wie Frank Liebau. Seit 1997 betreibt er von einigen kleineren Anschlägen abgesehen ungestört das Madley in der Wagnergasse. Eine Toplage, die einige Laufkundschaft in sein Geschäft führt und mit der schleichenden Faschisierung des Modegeschmacks vieler Jugendlicher eine golden glänzende Zukunft verheißt.
Madley, 5. Juni 2008 Liebau hatte aber noch besseres auf Lager. "Sie müssen nur mal im Internet nach meinem Geschäft suchen, dann sehen sie, was für eine Schmutzkampagne gegen mich läuft", klagte er vor dem Richter weiter. Wir haben mal nachgesehen, der meint anscheinend uns! Sind wir also Verleumder? Siehe da, auf dem 42. Platz finden wir bei Google einen Bericht des Nationalen Widerstands Jena, in dem ein "David Lustig" alias Christian Rocke das Madley als "nationalen Szeneladen" bezeichnet (Screenshot 1). Und jetzt kommt's: "Die Seite Nationaler Widerstand kenne ich nicht", erzählt der interneterfahrene Liebau im Gericht - dabei steht diese Seite mit einem anderen Bericht über sein Geschäft auf Platz acht in der Google-Suche (Screenshot 2). Noch so ein Hit: 2005 hatte Liebau im "Mitteldeutschen Sprachrohr" der JN-"Jugend für Jena" Anzeigen geschaltet: "Gegen Vorlage dieses Coupons 10% Rabatt". Das "Mitteldeutsche Sprachrohr" kennt er angeblich auch nicht... Dreist, dreister, Liebau. |